Lebt in einem Haushalt bereits eine Katze, erfordert die Eingewöhnung eines Artgenossen Fingerspitzengefühl. Fehler können insbesondere bei Wohnungskatzen schwerwiegende Folgen haben und das harmonische Zusammenleben erschweren. Dieser Beitrag verrät Tipps, welche die Erfolgschancen erhöhen.

  1. Neue Katze willkommen heißen

Bevor beide Tiere sich zum ersten Mal begegnen, sollte der neue Bewohner zunächst mindestens einen Raum kennenlernen dürfen. Dieser Zwischenschritt ist elementar, um den Stress für alle Parteien zu minimieren. Verständnis ist dabei das oberste Gebot. Das neue Haustier wird bei einem Umzug mit einer Vielzahl neuer Eindrücke konfrontiert. Kommt da noch eine Katze dazu, führt das häufig zur Überforderung. Daher ist es ratsam den Neuankömmling separat in einem Raum unterzubringen und dort alles Nötige wie Schlafplatz, Wasser, Futter und eigenes (!) Katzenklo zu platzieren. Die Eingewöhnung ohne Konfrontation kann einige Tage in Anspruch nehmen.

  1. Tagesablauf beibehalten

Für die bereits in der Wohnung lebende Katze sollte sich so wenig wie möglich ändern. Ihr gewohnter Tagesablauf gibt ihr Sicherheit und mindert Stress. Sie sollte gleichermaßen viel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie es bisher gewohnt war. Auch wenn das für die Halter neben der Eingewöhnung der neuen Katzen zusätzlichen Aufwand bedeutet. Für die Harmonie zwischen den beiden Tieren ist es entscheidend, dass sie Zeit zum beriechen erhalten. Wer Katzen aneinander gewöhnen möchte, sollte laut Futtermittelhersteller Purina auch den Geruchssinn ansprechen: „Während sich die neue Katze in ihrem Zimmer eingewöhnt, sollten Sie die bereits vorhandene Katze an den Duft des Neuankömmlings gewöhnen. Lassen Sie die Katze an Ihren Händen und Ihrer Kleidung schnuppern, heißt es im Ratgeber zur Eingewöhnung von Katzen an andere Haustiere.

  1. Territorium-Erkundung

Hat sich die neue Katze in ihrem Raum eingelebt, ist es vorteilhaft sie vor dem Kontakt mit der alten Wohnungskatze mit dessen Territorium vertraut zu machen. Letztere darf wiederum den Raum erkunden, in dem der Neuankömmling nun einige Tage gelebt hat. Zweck dieses Austauschs besteht darin, dass die Tiere den Geruch der jeweils anderen in Ruhe kennenlernen können, auch das erleichtert die bevorstehende Eingewöhnung.

  1. Behutsam vorstellen

Bei der eigentlichen Kontaktaufnahme der beiden können Halter ihre „alte“ Wohnungskatze auf den Schoß nehmen und ihr damit die volle Aufmerksamkeit schenken, während die Neue die Umgebung entdeckt. Das vermittelt dem bisher alleinherrschenden Stubentiger, dass der potenzielle „Eindringling“ keine Bedrohung darstellt. Annäherungsversuche werden schon bald folgen. Im Idealfall nähern sich die Tiere respektvoll, wobei Fauchen in den ersten Tagen durchaus eine natürliche Reaktion ist, um die Rangordnung unter sich zu klären. Solange sich die Abwehrreaktionen in Grenzen halten und nach und nach abklingen, verläuft die Kontaktaufnahme nicht ungewöhnlich.

  1. Mit Futter ablenken

Verläuft die Kontaktaufnahme nicht wie gewünscht, kann es helfen die Katzen gleichzeitig mit ausreichend Abstand voneinander zu füttern. Die Fütterung lenkt die Tiere ab und kann Spannung bbauen. Allerdings ist dies kein Erfolgsgarant, sondern lediglich eine mögliche Maßnahme. Je nach Charakter der Tiere kann das Füttern auch das Gegenteil auslösen und zu Futterneid führen. Dies muss im Einzelfall sensibel und aufmerksam beobachtet werden.

  1. Zubehör für jede Katze

Jede Katze sollte ihren eigenen Futter- und Trinknapf sowie eine eigene Katzentoilette und einen separaten Schlafplatz zur Verfügung haben. Dies beugt unnötigen Streitereien vor.

Warum gibt es oft Probleme bei Wohnungskatzen?

Das Problem beim Zusammenführen einer neuen Katze mit einer bereits vorhandenen Wohnungskatze besteht vorwiegend in der räumlichen Begrenzung. Anders als im Freien, können sich Katzen in einer Wohnung nur bedingt aus dem Weg gehen. Sind die Platzverhältnisse beengt, gestaltet das die Eingewöhnung schwieriger. Hinzu kommt, dass bisherige Wohnungskatzen „ihre“ Räumlichkeiten oft gegenüber Neulingen verteidigen. Das kann unter anderem in folgenschweren Kämpfen enden oder aber in einer Art Dominanzverhalten, das sich am Verrichten des Geschäfts an ungewöhnlichen Stellen zeigt. Auch die Verweigerung von Futter wäre denkbar.

Fazit

Das Eingewöhnen einer neuen Wohnungskatze ist nicht unmöglich, jedoch mit einigen Herausforderungen verbunden. Geduld ist die wichtigste Grundlage. Wer versucht, Katzen unter Zwang miteinander zu konfrontieren, wird Rangeleien begünstigen. Stattdessen ist es unerlässlich, das die Kontaktaufnahme von den Katzen selbst ausgeht.

Ergänzende Tipps rund um Katzen:

Titelbild -> pikabum, strecosa unter pixabay.com

 

Verfasser

Hallo! Ich bin Florian von MonsterDealz und betreibe nun Pfotendeals auch voll und ganz für euch. :-)

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