8 hilfreiche Tipps: Der richtige Kratzbaum für den Stubentiger

8 hilfreiche Tipps: Der richtige Kratzbaum für den Stubentiger

Damit sich eine Samtpfote rundum wohlfühlt, gibt es neben Ernährung, Pflege und Spielzeug ein ultimatives Möbelstück, das in keinem Haushalt mit Katzen fehlen darf. Dabei handelt es sich natürlich um den Kratzbaum. Dieser sollte perfekt zu den Bedürfnissen des Haustieres passen. Höhe, Platz- und Spielangebot müssen harmonieren, damit der Stubentiger den Kratzbaum akzeptiert und nutzt. Wie der richtige Baum mit kleinen Tipps gefunden werden kann, darüber klärt der Artikel auf.

Warum ist der Kratzbaum so wichtig?

Im Gegensatz zu Freigängern brauchen vor allem Wohnungskatzen viel Abwechslung, um sich so richtig wohlzufühlen. Ein Kratzbaum ist in solchen Fällen genau die richtige Wahl. Er dient nicht nur als Rückzugs- und Entspannungsort, sondern auch zur Krallenpflege und zum Stillen der Abenteuerlust. Katze und Kater lieben das Klettern.

Normalerweise bietet die Wohnung wenig Möglichkeiten, um diesem Trieb nachzukommen, ohne dabei teure Möbelstücke mit den Krallen neu zu bearbeiten. Während Freigänger dieser Abenteuerlust in der Natur frönen, ist es für Hauskatzen umso wichtiger, dass sie ihrem Trieb auch im Inneren der Wohnung nachkommen können. Ein Kratzbaum bietet diese Möglichkeit.

Da gerade Wohnungskatzen nicht die Möglichkeit haben die Außenwelt zu erkunden und ihren Alltag abwechslungsreich zu gestalten muss der geliebte Besitzer (Dosenöffner) genügend...
Brigitte KaiserBrigitte Kaiser

8 Tipps für den richtigen Kratzbaum

1. Das Design

Eigentlich ist dieser Punkt weniger dem Geschmack der Katze, sondern vielmehr dem des Besitzers geschuldet. Aber das ist nicht verwunderlich, denn schließlich ist der Kratzbaum in der Regel ein sehr großes und einnehmendes Möbelstück, weshalb es im besten Fall zur Einrichtung passen sollte. Form, Größe, Farbe und Muster variieren daher sehr stark, sodass für unterschiedliche Geschmäcker garantiert etwas dabei ist. Wichtig ist allerdings, dass trotz Design-Wunsch auf eine hohe Verarbeitungsqualität und ein hervorragendes Material geachtet wird.

2. Das Material

Wer sich für einen günstigen Kratz- und Kletterbaum entscheidet, der muss damit rechnen, dass die Ware im Einzelfall stark chemisch riecht. Das hängt mit den verwendeten und preiswerten Materialien zusammen, welche sich im Preis widerspiegeln.

Es macht auf jeden Fall mehr Sinn auf ein hochwertigeres Markenprodukt zurückzugreifen, um sowohl der Katze als auch dem persönlichen Geruchssinn etwas Gutes zu tun. Außerdem sind die Samtpfoten sehr geruchsempfindliche Tiere, sodass ein zu stark nach Chemie riechender Kratzbaum vermutlich nicht angenommen wird.

Zudem haben die kleinen Stubentiger mehr von dem neuen Spielzeug, wenn es nicht nach der ersten Benutzung kaputt geht. Schön robust sind Modelle aus Naturholz, allerdings ist die Anschaffung dieser Exemplare etwas teurer als der klassische Plüschbaum.

3. Das Platzangebot

Wenn zwei Samtpfoten im Haushalt leben, sollte der Kratzbaum ausreichend Platz für beide Tiere bieten.

Der Kratzbaum sollte in jedem Fall ausreichend Platz für die Haustiere bieten. Dabei ist das Platzangebot davon abhängig, wie viele Katzen und/ oder Kater im Haushalt leben.

Jedes Tier sollte einen eigenen Liegeplatz haben, damit Streit unter den Vierbeinern vermieden wird. Zudem sollte der Kratzbaum ausreichend Platz bieten, damit – wenn es mehrere Tiere im Haushalt gibt – theoretisch alle gleichzeitig klettern, Krallen wetzen oder entspannen können.

4. Die Gemütlichkeit

Beim Material geht es nicht nur darum, dass es robust und langlebig ist. Darüber hinaus muss es sich gemütlich und bequem anfühlen.

Katzen und Kater nutzen den Kratzbaum gerne als Rückzugsort, um zu entspannen und zu schlafen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass das neue Möbelstück auch einen hohen Grad an Gemütlichkeit mitbringt. Die Stubentiger lieben es beispielsweise von einer erhöhten Position über „ihr“ Areal zu blicken und alles genau zu beobachten. Das funktioniert aber nur, wenn es sich gut liegen, entspannen und schlafen lässt.

5. Die Ausstattung

  • Eine Bodenplatte bildet die stabile Grundlage.
  • Die Stämme sorgen dafür, dass es verschiedene Plattformen auf unterschiedlichen Höhen gibt und, dass der gesamte Kratzbaum an Stabilität gewinnt.
  • Liege- und Kletterbretter ermöglichen dem Stubentiger verschiedene Spielmöglichkeiten.
  • Höhlen und Röhren dienen zum Entdecken, Entspannen und Beobachten.
  • Leitern und schräge Bretter fordern den Stubentiger heraus und befriedigen die Abenteuerlust.

6. Der Kletter- und Pflegetrieb

Sie lieben die Abwechslung, weshalb der Kratzbaum auch den Klettertrieb der Samtpfote befriedigen sollte.

Wie bereits erwähnt ist der Klettertrieb bei vielen Samtpfoten sehr stark ausgeprägt. Aus diesem Grund ist der Kratzbaum ein perfekter Ersatz für alle Wohnungskatzen, die nicht täglich in den Genuss der klassischen Naturumgebung kommen.

Wichtig ist, dass der Klettertrieb mit vielen verschiedenen Brettern, Leitern, Stämmen und Röhren ausgestattet ist. Stubentiger lieben die Abwechslung, insbesondere junge Katzen sind neugierig und verspielt, weshalb es sich lohnt in facettenreiche Kratzbäume mit mehreren Möglichkeiten zu investieren.

Neben dem Klettertrieb erfüllt der Kratzbaum eine weitere Funktion. Er dient nämlich zur Pflege der Krallen. Die kleinen Vierbeiner müssen von Zeit zu Zeit etwas haben, woran sie ihre Krallen wetzen. Ist kein Kratzbaum vorhanden, nutzen sie gerne Tapeten oder andere Möbelstücke.

7. Die Höhe

In der Regel kann der Kratzbaum gar nicht hoch genug sein. Die Höhe des Kratzbaumes ist daher nicht von der Größe des Vierbeiners abhängig. Grundsätzlich gilt, dass ein Aussichtsplatz in Höhe von etwa 1,20 Meter in jedem Fall verfügbar sein sollte. Besser noch ist die Deckenhöhe eines Zimmers vollkommen auszunutzen, damit die kleinen Stubentiger so hoch hinaus klettern können wie sie mögen.

Extra-Tipp: An heißen Sommertagen dient der Kratzbaum auch oft als kühler Erholungsort.

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8. Der Standort

Es ist kein Geheimnis, dass sich Katzen an ihre Besitzer binden. Daher ist die Standortwahl für den Kratzbaum eine echte Königsdisziplin.

Gut geeignet sind beispielsweise Plätze in der Nähe des Fensters, die eine gute Distanz zum restlichen Geschehen im Zimmer haben, aber nicht zu weit vom Besitzer entfernt sind. Sind dann noch Heizung oder Kamin in der Nähe, werden die Stubentiger den Kratzbaum lieben, denn Wärme ist ein wesentliches Wohlfühlkriterium für Katzen.

Extra-Tipp: Wer sich grundsätzlich über die Haltung von Katzen informieren möchte, findet in der Broschüre vom Tierschutzbund die passenden Informationen.

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