BARF für Hund und Katz

BARF für Hund und Katz

Hundefutter – rohes Fleisch

Wenn sich ein Hunde oder Katzenhalter über artgerechte Fütterung informiert, dann taucht immer häufiger das Wort BARF auf.
Was bedeutet BARF das überhaupt?
BARF = Biologisch Artgerechte RohFütterung
Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine spezielle Art der Fütterung für fleischfressende Haustiere.
Es wird sich hierbei an den Fressgewohnheiten der Urformen der Tiere orientiert also hauptsächlich der Ernährung durch rohe Beutetiere.
Katzen und Hunde sind Karnivoren (also reine Fleischfresser) und somit ist Barf die artgerechteste Fütterung die ihr euren Hunden oder Katzen zukommen lassen könnt.
Auch bei Futtermittelallergien oder Krankheiten empfiehlt es sich zu Barfen, da man hier im Gegensatz zu vielen Dosenfuttern die genaue Zusammenzusetzung kennt und auch beeinflussen kann.
Fakt ist, dass nicht alle Katzen oder Hunde jedes Barf Rezept lieben werden.
Man sollte je nach Aktivität des Tieres, Alter, Gesundheitszustand etc. das am besten geeignete Futter zusammen stellen.
Vorurteile:
Es gibt viele Vorurteile über das Verfüttern von Rohfleisch und man sollte sich in Ruhe über dieses Thema informieren bevor man sich daran macht sein Tier komplett mit Barf zu ernähren, da man besonders bei Katzen einiges beachten muss um eine Mangelernährung zu vermeiden.
Denn Hunde und Katzen würden in der freien Natur das komplette Beutetier fressen mit Haut, Haaren und allen Organen und Knochen.
Deshalb reicht eine Fütterung von magerem Fleisch aus der Kühltheke für eine gesunde komplette Ernährung nicht aus.
Das Futter muss mit bestimmten Zusätzen sogenannten Supplementen angereichert werden um eine ausgewogene Ernährung zu garantieren.
Bezüglich Salmonellen oder anderer Bakterien braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Unsere Haustiere haben noch nahezu den selben Verdauungstrakt wie ihre wilden Vorfahren und können mit ihrer Magensäure einiges mehr verdauen als der Mensch denkt.
Gesundheit:
Den Unterschied zu den bunten Supermarktdosen die auch in der Werbung immer angepriesen werden als das „beste Futter überhaupt“ zeigt sich meist schon nach einer kurzen Zeit der Fütterung.
Die Fellqualität verbessert sich und auch die „Stinkbomben“ in der Toilette werden an Gestank verlieren.
Meist werden die Tiere aktiver und sind viel aufgeweckter als früher als es Supermarkt Dosen- und Trockenfutter gab.
20 % Fütterung bei Katzen
Wer sich noch nicht direkt an eine komplette Rohfleischfütterung traut kann sich auch erst an der 20% Fütterung versuchen.
Hier werden bis zu 20 Prozent des Futters durch rohes Fleisch ohne Zusätze ersetzt.
Also einen Fleischtag pro Woche oder eine kleine Menge rohes Fleisch pro Tag.
Da Katzen meist nur bekanntes Futter fressen kann es sein, dass einige Katzen es zuerst nicht als Futter anerkennen und langsam herangeführt werden müssen.
Meist wir Hackfleisch oder klein geschnittenes Fleisch zu Anfang am besten angenommen.
Sollte diese Menge jedoch dauerhaft überschritten werden und die Katze soll voll gebarft werden, dann müssen sogenannte Supplemente also genau dosierte Mineralstoffe und Vitamine beigegeben werden.
Fertigbarf
Für Anfänger eignet sich auch sogenanntes Fertigbarf.
Hierbei handelt es sich entweder um ein Pulver das über das Fleisch gegeben wird oder um schon fertig supplementiertes Fleisch das online oder in der Frosttheke im Tierhandel gekauft werden kann.
Diese Methode eignet sich für den Einstieg bis Herrchen und Frauchen sich genauer eingelesen haben und sich selbst an die Zugabe der Zusätze trauen.
Fleischsorten
Verfüttert werden darf eigentlich jede Fleischsorte, jedoch sollte aufgrund des Aujeszky-Virus auf rohes Schweinefleisch oder Fleisch von Wildschweinen verzichtet werden.
Ansonsten darf von Kuh, Pferd, Huhn, Känguru oder Büffel alles gefüttert werden.
Knochen
Dürfen ohne Probleme mit gefüttert werden. Diese sollten jedoch NICHT erhitzt, gekocht oder gebraten werden. Da sich hierbei die Knochenstruktur verändert und die Knochen splittern können!
Kosten
Wenn man erstmal die Vorlieben der Vierbeiner kennt und Fleisch auch in größeren Mengen kaufen, supplementieren und einfrieren kann dann ist die Fütterung mit Rohfleisch nicht teurer als das Füttern von Nassfutter.
Fazit:
So schwer und kompliziert wie es sich anhört ist es nach einer kurzen einlese Phase überhaupt nicht. Auch wenn nicht jeder Zeit hat sein Tier komplett zu barfen so könnt ihr mit einem Fleischtag pro Woche euren Haustieren eine riesige Freude bereiten.
Bei mir habe ich an dem einem Fleischtag pro Woche plötzlich lautstark schmatzende und sich durch die gegend jagende Tiger im Wohnzimmer =)
Bezugsquellen:
Empfehlenswerte Shops in denen man gutes Frost-Rohfleisch, Fertig-Barf und/oder Barf-Zusätze bekommt sind z.B.:

 barf-tierwelt

BARF-TIERWELT

rockys hundebar

Rockys Hundebar

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2 Comments

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    Guter Ratgeber! Die beiden Shops sind auch sehr interessant. Danke Pfotendeals für die tollen Tipps wir haben hier schon viel gespart und gelernt 🙂

  2. Avatar

    Felini Complete ist gutes Fertigbarf. Man muss sich nur langsam antasten dann geht das…einmal die Woche gibts hier noch dose. Sonst nur Fleisch. Die Shops sind gut, danke für den webtipp.

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