Freigehege für Nager - das solltet ihr beachten

Freigehege für Nager - das solltet ihr beachten

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Freigehege für Nager
In der heißen Jahreszeit und schon im Frühling gibt es für Meerschweinchen und Hasen nichts Schöneres, als im Freien herum zu hüpfen und frisches Gras zu zupfen. Wenn auch Ihr Euren Lieblingen das grüne, sonnige Paradies eröffnen könnt, aber dennoch vorsichtig genug seid, die Tiere nicht unkontrolliert im Garten laufen zu lassen, dann bietet sich ein Freigehege als idealer Spiel- und Rastplatz für die Tiere an.
 Vorteile: Schatten und Schutz
Ein Freigehege ermöglicht zum einen durch sein Dach oder eine Abdeckung hinreichenden Schutz vor andauernder Sonneneinstrahlung: Nagetiere vertragen es nicht gut, zu lange der Sonne ausgesetzt zu sein, besonders in den Zeiten mit dem höchsten Sonnenstand, hier droht schlimmstenfalls ein tödlicher Hitzschlag – zum anderen bietet das Gehege auch Schutz vor anderen Tieren, welche Euren Nagern gefährlich werden könnten, allen voran Katzen, Hunde und Greifvögel. Darüber hinaus schützt ein überdachtes Gehege die Tiere vor plötzlichem Regen und sonstigem Unwetter.
Man kann das Gehege unter einen Schatten spendenden Baum stellen. Ist dieser nicht vorhanden, lässt sich durch eine partielle Abdeckung aus Stoff für den nötigen Sonnenschutz sorgen.
 Auswahl und Standort
Ein Gehege muss nicht den halben Garten ausmessen, es sollte aber auch groß genug sein, um den Tieren ausreichen Raum zum Laufen und Fressen zu geben. Für zwei Meerschweinchen beispielsweise sollte es im Minimum über 1,50 Meter an Seitenlänge messen. Weiterhin ist es geboten, auch für einen festen Unterschlupf zu sorgen – möglichst für jedes Tier einen kleinen – beispielsweise ein Häuschen aus Holz, das als Ruheplatz und Versteck dienen kann.
Bevor Ihr das Gehege an einem Ort aufstellt, könnt ihr sicherheitshalber nach für die Tiere giftigen Pflanzen – wie zum Beispiel Efeu – Aussicht halten und diese meiden oder entfernen.
 Vorbereitung an die neue Nahrung und weitere Tipps zur Gesundheit
Damit die kleinen Nager sich nicht am ersten Tag unter freiem Himmel mit der neuen und verlockenden Nahrung völlig überfressen, könnt Ihr sie in den Wochen davor schrittweise an frisches Grünzeug aus der Natur gewöhnen: Gebt ihnen jeden Tag ein bisschen mehr vom satten Grün und ihren wird die Anfangszeit draußen umso besser bekommen: Gras und Löwenzahl findet sich auch vorher überall.
Für die Zeit im Gehege brauchen die Tiere immer genügend frisches Wasser. Hierbei könnt Ihr zu einer Trinkflasche oder einem Wassernapf greifen. Auch Heu dürft ihr als Ergänzung nicht vergessen.
Alle Tiere, die sich in der Natur aufhalten, sind vermehrt dem Befall durch Würmer ausgesetzt. Deshalb ist hier auf eine entsprechende gesundheitliche Vorsorge zu achten, das heißt regelmäßig Wurmkuren durchzuführen.
 Tipps zur Installation des Geheges
Ein Freigehege ist normalerweise leicht und in kurzer Zeit aufgestellt. Am jeweiligen Stellplatz solltet ihr nur bedenken, dass der Boden nicht nass sein darf, sondern dass er warm und trocken ist.
Natürlich könnt ihr auch für ein bisschen Unterhaltung sorgen: Da sich die Tiere gern bewegen und das Gehege meist ohne „Innenausstattung“ geliefert wird, freuen sich sie sich sehr über ein paar Steine oder Baumzweige zum Klettern und Spielen. Bezüglich der konkreten Ausstattung könnt Ihr Eurem handwerklichen Können freien Lauf lassen.
 Nach der Installation und in der Folgezeit die Tiere nicht völlig unbeaufsichtigt lassen
Nicht alle Meerschweinchen und Kaninchen verhalten sich gleich. Man weiß vorher nie, ob das neue Umfeld den Tieren gut bekommt. Deshalb dürft ihr sie – besonders in der ersten Zeit – nicht gänzlich unbeaufsichtigt lassen. Wenn sich das Tier nur versteckt und nicht bewegen will, bedeutet der Aufenthalt im Freigehege möglicherweise viel Stress. Aus dieser Lage müsst ihr das Tier dann befreien und es wieder in seine gewohnte Umgebung zurücksetzen.
Geht alles gut, dann könnt Ihr die Zeit im Gehege gern jeden Tag ein Stück mehr ausdehnen.
 Fazit
Ein Freigehege ist wie Urlaub für alle Nagetiere: Abwechslung, frische Luft, frische Nahrung und ein natürlicher Spielplatz lassen sie sich richtig wohl fühlen – gleichzeitig bietet ein Gehege Schutz vor den größten Gefahren.

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